Kosten & Finanzierung
Was kostet eine Beerdigung? Alle Kosten 2026 im Überblick

Eine Beerdigung kostet in Deutschland im Durchschnitt 5.000 bis 6.000 Euro, mit Grabstein und Grabanlage eher 7.000 bis 8.000 Euro. Das zeigt die Kostenübersicht der Verbraucherinitiative Aeternitas. Die Spanne ist groß: Eine sehr einfache anonyme Bestattung ist ab etwa 1.000 Euro möglich, aufwendige Beerdigungen kosten weit über 10.000 Euro. Den größten Teil der Rechnung machen drei Blöcke aus: die Leistungen des Bestatters, die Gebühren des Friedhofs und das Grabmal. Wie viel am Ende zusammenkommt, hängt vor allem von der Bestattungsart ab und davon, in welcher Stadt beigesetzt wird. Für dasselbe Grab verlangen Friedhöfe teils ein Vielfaches. Bezahlen müssen in der Regel die Erben. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen seit 2004 kein Sterbegeld mehr.
Aus welchen Posten setzen sich die Kosten einer Beerdigung zusammen?
Die Kosten einer Beerdigung verteilen sich auf den Bestatter, den Friedhof, den Steinmetz und die Friedhofsgärtnerei. Dazu kommen kleinere amtliche Gebühren für Arzt und Standesamt und bei einer Feuerbestattung das Krematorium. Die folgenden Spannen nennt Aeternitas als übliche Mindest- und Höchstwerte je Block.
| Kostenblock | Was dazugehört | Übliche Spanne |
|---|---|---|
| Bestatter | Sarg oder Urne, Überführung, Versorgung, Formalitäten, Trauerfeier | 1.000 bis 7.000 € |
| Friedhof | Nutzungsrecht am Grab, Beisetzung, Trauerhalle, Grabmalgenehmigung | 500 bis 6.000 € |
| Steinmetz | Grabmal, Fundament, Einfassung, Inschrift | 250 bis 12.000 € |
| Friedhofsgärtnerei | Grabanlage und Pflege über 25 Jahre | 250 bis 15.000 € |
| Arzt und Standesamt | Leichenschau, Totenschein, Sterbeurkunden | 150 bis 300 € |
| Krematorium (nur Feuerbestattung) | Einäscherung, zweite Leichenschau, Urnenversand | 250 bis 800 € |
Die Werte lassen sich nicht einfach zu einem Durchschnitt addieren. Aeternitas weist ausdrücklich darauf hin, dass das untere Preissegment weitaus verbreiteter ist. Wer sich für eine schlichte Beisetzung entscheidet, landet deshalb meist deutlich näher an den Untergrenzen.
Nicht in dieser Aufstellung stecken die Ausgaben rund um die Trauerfeier, die viele Familien zusätzlich tragen. Laut Aeternitas kosten ein Trauerredner 300 bis 600 Euro, Musik 50 bis 500 Euro, ein Kranz 100 bis 400 Euro, der Trauerkaffee 300 bis 1.000 Euro und eine Traueranzeige in der Zeitung 200 bis 600 Euro.
Was kosten Erdbestattung und Feuerbestattung im Vergleich?
Eine Feuerbestattung ist in der Regel etwas günstiger als eine Erdbestattung, vor allem weil ein Urnengrab weniger Friedhofsgebühren kostet als ein Sarggrab. Die Leistungen des Bestatters liegen bei beiden Formen laut Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB, Stand 2025) je nach Paket zwischen gut 3.000 und gut 6.000 Euro.
| Kostenbaustein (BDB, Stand 2025) | Erdbestattung | Feuerbestattung mit Urnengrab |
|---|---|---|
| Bestatterleistungen je nach Paket | ca. 3.300 bis 6.300 € | ca. 3.200 bis 6.000 € |
| Friedhofsgebühren | ca. 1.300 bis 5.200 € | ca. 650 bis 4.000 € |
| Fremdleistungen wie Grabmal, Blumen, Anzeige | ca. 810 bis 7.800 € | ca. 810 bis 7.800 € |
| Rechnerische Gesamtspanne | ca. 5.410 bis 19.300 € | ca. 4.660 bis 17.800 € |
Die letzte Zeile ist eine eigene Summe aus den Bausteinen des BDB, der selbst keine Gesamtpreise ausweist. Sie zeigt vor allem, wie weit die Preise auseinanderliegen. Beim Sarg allein reichen die Angaben von 700 bis 2.000 Euro (Aeternitas) bis zu durchschnittlich 1.250 bis 2.400 Euro in den Paketen des BDB. Bei der Feuerbestattung kommen Krematorium und zweite Leichenschau hinzu, dafür sind Sarg und Grab meist günstiger.
Was kosten Seebestattung, Baumbestattung und anonyme Bestattung?
Seebestattung, Baumbestattung und anonyme Bestattung haben eines gemeinsam: Die Grabpflege entfällt, und damit ein Posten, der über die Jahre mehrere tausend Euro ausmachen kann. Die Leistungen des Bestatters kosten bei diesen Formen aber ähnlich viel wie bei einer klassischen Feuerbestattung.
| Bestattungsart | Bestatterleistungen (BDB, Stand 2025) | Grab- oder Beisetzungsgebühren | Grabpflege |
|---|---|---|---|
| Seebestattung | ca. 3.500 bis 8.000 € | keine Friedhofsgebühren, die Beisetzung auf See ist im Paket enthalten | keine |
| Baumbestattung | ca. 3.200 bis 6.000 € | ca. 1.200 bis 3.000 € | keine |
| Anonyme Urnenbestattung | wie bei der Feuerbestattung | anonymes Urnengrab 500 bis 1.850 € (Aeternitas) | keine |
Bei der anonymen Bestattung sparen Angehörige vor allem am Grab. Das anonyme Urnengrab ist meist die günstigste Grabform auf dem Friedhof. Viele Familien merken allerdings erst später, dass ihnen ein Ort zum Trauern fehlt. Wer diese Form für sich selbst wählt, sollte das deshalb mit den Angehörigen besprechen und in einer Bestattungsverfügung festhalten.
Warum kostet dasselbe Grab in jeder Stadt etwas anderes?
Friedhofsgebühren legt jede Gemeinde in ihrer eigenen Gebührensatzung fest. Deshalb unterscheiden sie sich für dieselbe Grabart von Stadt zu Stadt teils um mehrere hundert Prozent. Das zeigt der Gebührenvergleich aller 79 deutschen Großstädte, den Aeternitas im Juni 2025 veröffentlicht hat.
| Grabart | Teuerste Großstadt | Günstigste Großstadt |
|---|---|---|
| Sargreihengrab | Moers: 4.294 € (25 Jahre) | Berlin: 887 € (20 Jahre) |
| Sargwahlgrab | Mainz: 4.759 € (30 Jahre) | Berlin: 964 € (20 Jahre) |
| Urnenreihengrab | Kassel: 2.656 € (20 Jahre) | Chemnitz: 580 € (20 Jahre) |
Die Jahreszahl in Klammern ist die Ruhezeit, also die Dauer, für die das Grab genutzt wird. Sie liegt oft bei 15 bis 20 Jahren, manchmal bei 30 Jahren und mehr. Auch einzelne Leistungen schwanken stark: Eine Sargbeisetzung kostet in Freiburg 1.795 Euro, in Berlin 232 bis 285 Euro. Für die Trauerhalle verlangt Reutlingen 559 Euro, Aachen 90 Euro.
Hinzu kommt der Preisanstieg. Laut Statistischem Bundesamt wurden Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren 2024 um 4,6 Prozent teurer, während die Verbraucherpreise insgesamt um 2,2 Prozent stiegen. Nach einer Auswertung von Aeternitas sind Bestattungen in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 20 Prozent teurer geworden.
Welche amtlichen Gebühren fallen immer an?
Unabhängig von der Bestattungsart fallen die Leichenschau durch einen Arzt und die Sterbeurkunden beim Standesamt an, zusammen meist 150 bis 300 Euro. Bei einer Feuerbestattung kommt eine zweite Leichenschau hinzu, die inzwischen in allen Bundesländern vorgeschrieben ist.
- Ärztliche Leichenschau: Die Gebühren regelt die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die eingehende Leichenschau kostet 165,77 Euro, bei einer Dauer unter 40 Minuten 99,46 Euro. Dazu kommen Wegegeld und Zuschläge für Nacht und Wochenende. Laut Aeternitas liegen die Kosten in der Regel zwischen 103 und 265 Euro.
- Zweite Leichenschau vor der Einäscherung: meist 25 bis 75 Euro, in Bayern zum Beispiel 119 Euro. In Bremen gibt es eine qualifizierte zweite Leichenschau vor jeder Bestattung für 222,53 Euro.
- Sterbeurkunden: In Berlin kostet die erste Urkunde 12 Euro, jede weitere gleichzeitig ausgestellte 6 Euro. Bundesweit sind 10 bis 20 Euro für die erste Urkunde üblich. Rechnen Sie mit mehreren Exemplaren, denn Rentenversicherung, Banken und Versicherungen verlangen jeweils eine.
Wer muss die Beerdigung bezahlen?
Die Kosten der Beerdigung tragen nach § 1968 BGB die Erben. Ist von ihnen nichts zu holen, haften unterhaltspflichtige Angehörige. Unabhängig vom Erbe regeln die Bestattungsgesetze der Länder, wer sich um die Bestattung kümmern muss.
In Nordrhein-Westfalen etwa sind das der Reihe nach Ehegatten, Lebenspartner, volljährige Kinder, Eltern, volljährige Geschwister, Großeltern und volljährige Enkel. Kümmert sich niemand, veranlasst die Ordnungsbehörde die Bestattung. In den meisten Bundesländern gilt eine ähnliche Reihenfolge.
Können die Verpflichteten die Kosten nicht tragen, übernimmt das Sozialamt nach § 74 SGB XII die erforderlichen Kosten einer einfachen, würdigen Bestattung. Das geschieht öfter, als viele denken: Laut Statistischem Bundesamt gaben die Sozialämter 2024 dafür 54,2 Millionen Euro in rund 16.300 Fällen aus. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt dagegen seit dem 1. Januar 2004 kein Sterbegeld mehr. Bis dahin waren es zuletzt 525 Euro beim Tod eines Mitglieds.
Wie lassen sich die Kosten einer Beerdigung senken?
Am meisten sparen Angehörige, wenn sie Angebote vergleichen und sich vorher auf eine schlichte Form einigen. Da die Preise so weit auseinanderliegen, lohnt sich ein genauer Blick auf jeden einzelnen Posten.
- Zwei bis drei Bestatter anfragen und sich jeweils einen Kostenvoranschlag mit Einzelposten geben lassen, nicht nur einen Paketpreis.
- Grabart bewusst wählen: Ein Reihengrab ist günstiger als ein Wahlgrab, ein Urnengrab günstiger als ein Sarggrab. Rasengräber und Baumgräber sparen die Grabpflege.
- Samstage meiden: Viele Friedhöfe verlangen für Beisetzungen am Samstag Zuschläge, laut Aeternitas zum Beispiel 50 Prozent auf die Beisetzungsgebühr.
- Trauerfeier schlicht halten: Die Trauerhalle des Friedhofs ist oft günstiger als eigene Räume des Bestatters, eine Traueranzeige im Internet meist günstiger als in der Zeitung.
- Gebührensatzung prüfen: Wer sich den Friedhof aussuchen kann, sollte die Gebühren vergleichen. Schon benachbarte Gemeinden unterscheiden sich teils deutlich.
Wie können Sie für die Kosten Ihrer Beerdigung vorsorgen?
Wer seiner Familie die Kosten der eigenen Beerdigung nicht überlassen will, kann heute schon Geld dafür vorsehen. Üblich sind drei Wege: eigenes Erspartes, ein Bestattungsvorsorgevertrag mit einem Bestatter oder eine Sterbegeldversicherung.
Erspartes ist flexibel, gehört aber zum Nachlass und kann im Lauf der Jahre für anderes gebraucht werden. Ein Bestattungsvorsorgevertrag legt Ablauf und Leistungen mit einem bestimmten Bestatter fest. Eine Sterbegeldversicherung zahlt eine feste Summe an die Person, die Sie benennen, und diese Person entscheidet frei, wofür sie das Geld einsetzt.
Beim SterbeGeld der IDEAL, das wir vermitteln, wählen Sie eine Summe zwischen 2.000 und 10.000 Euro. Es gibt keine Gesundheitsfragen, abschließen können alle zwischen 40 und 80 Jahren. Im Standardtarif IDEAL SterbeGeld pur+ (Eintrittsalter 50 bis 75 Jahre, bis 10.000 Euro) ist die volle Summe nach 36 Monaten Wartezeit versichert. Stirbt man in dieser Zeit ohne Unfall, werden die gezahlten Beiträge erstattet, bei Unfalltod gilt ab Versicherungsbeginn die doppelte Summe. Ein Beispiel: Bei einem Eintrittsalter von 65 Jahren, 6.000 Euro Versicherungssumme und Versicherungsbeginn im Jahr 2026 beträgt der Beitrag 36,14 Euro im Monat. Darin steckt ein Sofortrabatt aus Überschüssen, garantiert ist der höhere Tarifbeitrag von 40,16 Euro, bis zu dem der Beitrag steigen kann. Wer schneller voll abgesichert sein möchte, wählt das IDEAL SterbeGeld (Original): Es kostet mehr, dafür gilt die volle Summe ab dem 19. Monat. Dabei gilt: Über viele Jahre können die Beiträge zusammen mehr ergeben als die Versicherungssumme. Der Wert liegt darin, dass die Summe nach der Wartezeit sofort vollständig versichert ist.
Bei der Wahl der Summe hilft ein Blick auf die Zahlen oben. Wer mit Grabstein rechnet, landet schnell bei 7.000 bis 8.000 Euro, und die Preise steigen weiter. Wie viel Ihre Vorsorge kosten würde, sehen Sie, wenn Sie Ihren Beitrag berechnen.
Fazit
Eine Beerdigung kostet in Deutschland im Schnitt 5.000 bis 8.000 Euro, je nachdem, ob ein Grabmal dazukommt. Die größten Unterschiede entstehen durch die Bestattungsart und die Friedhofsgebühren der jeweiligen Stadt. Wer Angebote vergleicht und bewusst eine schlichte Form wählt, kann spürbar sparen. Und wer die Kosten schon zu Lebzeiten regelt, nimmt seiner Familie in einer schweren Zeit eine große Sorge ab.
Häufige Fragen
Was kostet die günstigste Beerdigung?
Am günstigsten ist meist eine anonyme Feuerbestattung ohne Trauerfeier. Laut Aeternitas beginnt die einfachste anonyme Bestattung bei etwa 1.000 Euro. Realistisch ist mehr: Allein das anonyme Urnengrab kostet je nach Friedhof 500 bis 1.850 Euro, dazu kommen Bestatter, Krematorium und amtliche Gebühren.
Wer zahlt die Beerdigung, wenn kein Geld da ist?
Können die Erben und die bestattungspflichtigen Angehörigen die Kosten nicht tragen, übernimmt das Sozialamt nach § 74 SGB XII die Kosten einer einfachen, würdigen Bestattung. Geprüft wird, ob die Zahlung zumutbar ist. Sprechen Sie das Sozialamt möglichst früh an, am besten bevor Sie Leistungen beauftragen.
Zahlt die Krankenkasse etwas zur Beerdigung dazu?
Nein. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen seit dem 1. Januar 2004 kein Sterbegeld mehr. Ausnahmen gibt es für Beamte und bei einem tödlichen Arbeitsunfall: Dann zahlt die gesetzliche Unfallversicherung ein Sterbegeld in Höhe eines Siebtels der jährlichen Bezugsgröße, 2026 rechnerisch 6.780 Euro.
Kann man Beerdigungskosten von der Steuer absetzen?
Nur in engen Grenzen. Beerdigungskosten zählen als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG, aber nur soweit sie nicht aus dem Nachlass oder aus anderen Zahlungen nach dem Todesfall gedeckt sind. Das hat der Bundesfinanzhof entschieden. Ob sich das im Einzelfall auswirkt, prüft am besten ein Steuerberater.
Wie viel Geld sollte man für die eigene Beerdigung vorsehen?
Als Richtwert gelten laut Aeternitas 5.000 bis 6.000 Euro ohne Grabgestaltung und 7.000 bis 8.000 Euro mit Grabmal. Weil Bestattungen in fünf Jahren um mehr als 20 Prozent teurer wurden und die Friedhofsgebühren je nach Ort stark schwanken, lohnt sich ein Blick in die Gebührensatzung Ihres Friedhofs.
Quellen
- Aeternitas e.V.: Kostenüberblick Bestattung, abgerufen September 2026
- Aeternitas e.V.: Übliche Preisspannen, abgerufen September 2026
- Aeternitas e.V.: Friedhofsgebühren aller Großstädte im Vergleich, Juni 2025
- Bundesverband Deutscher Bestatter: Beerdigungskosten und Bestattungskosten, 2025
- Aeternitas e.V.: Die Kosten einer Leichenschau (Merkblatt), Juni 2025
- Statistisches Bundesamt: Bestattungen und Friedhöfe in Zahlen, Oktober 2025
- Aeternitas e.V.: Preisanstieg bei Bestattungen hat sich abgeschwächt, Januar 2026
- § 1968 BGB: Beerdigungskosten
- § 74 SGB XII: Bestattungskosten
- Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages: Sterbegeld der gesetzlichen Krankenversicherung, 2016


